woz, 23.04. 2026 – Der Genfer FDP-Politiker und Anwalt Christian Lüscher geriet in die Kritik, weil er parallel zu seinem Nationalratsmandat für den Staat Israel tätig war, um Verfahren gegen Tzipi Livni in der Schweiz abzuwehren – ohne dies offenzulegen. Der Fall zeigt grundlegende Schwächen des Schweizer Milizsystems, in dem politische Ämter und private Mandate ineinander greifen und durch das Anwaltsgeheimnis geschützt werden. Urs Thalmann, Geschäftsführer von Transparency Schweiz, sagt dazu Folgendes: «Bleiben politisch relevante Mandate bewusst intransparent, wird die Freiheit des Milizparlaments missbraucht. Wähler:innen haben ein Recht, zu erfahren, wessen Interessenvertreter:innen sie wählen.»
