In Embrach verschwimmen die Grenzen zwischen Amt und Familie

tagesanzeiger, 01.07.2026 – Die Gemeindepräsidentin von Embrach, Rebekka Bernhardsgrütter Derungs, steht wegen möglicher Vetternwirtschaft in der Kritik: Ihr Ehemann leitet ein Ingenieurbüro, das in den letzten sieben Jahren rund 1,5 Millionen Franken an Aufträgen erhielt – ohne öffentliche Ausschreibung. Der Bezirksrat befand alle Vergaben als rechtlich korrekt, bemängelte aber, dass sie nicht durchgehend in den Ausstand getreten war. Urs Thalmann von Transparency International Schweiz kommentiert: « Vetternwirtschaft dürfte in der Schweiz weit verbreitet sein. » Er rät in Fällen wie diesem zu proaktiver, ungefragter Kommunikation durch die Gemeinde, um jeden Anschein von Bevorzugung zu vermeiden.