Usbekische «Prinzessin» soll 30 Schweizer Bankkonten gehabt haben

srf.ch, 27.04.2026 – In Bellinzona beginnt der Prozess gegen Gulnara Karimowa, der milliardenschwere Schmiergeld- und Geldwäschereivorwürfe umfasst. Die Tochter des ehemaligen usbekischen Präsidenten soll illegale Gelder über ein komplexes Netz in der Schweiz verborgen haben. Die Privatbank Lombard Odier und ein ehemaliger Mitarbeiter dieser sind mitangeklagt. Der Fall gilt als einer der grössten Geldwäschereiprozesse der Schweiz, bei dem rund 800 Millionen Franken beschlagnahmt wurden. Laut Urs Thalmann, Geschäftsführer von Transparency Schweiz, ist die Schweiz besonders attraktiv für Geldwäscherei, da «trotz Verschärfungen im Geldwäschereigesetz weiterhin Lücken bestehen» und zugleich ihre politische und wirtschaftliche Stabilität Kriminellen Sicherheit bietet.