Privatwirtschaft

Die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren deutlich geändert. In diesem Zug wurde der Kampf gegen Korruption sowohl national wie international erheblich verstärkt. Nach heutiger Rechtslage ist es möglich, sowohl natürliche Personen als auch Unternehmen für korrupte Handlungen im In- und Ausland sowohl gegenüber Amtsträgern als auch Privaten strafrechtlich zu belangen. Darüber hinaus drohen den Unternehmen bei Korruptionsfällen grosse wirtschaftliche Schäden durch finanzielle Sanktionen, Reputationsverluste oder Ausschluss von öffentlichen Märkten.

Die veränderte Gesetzlage sowie der Zugang zu neuen Märkten zwingen die Schweizer Unternehmen, sich mit den Risiken korrupten Verhaltens auseinanderzusetzen. Unternehmen und NGOs müssen über wirksame Massnahmen zur Korruptionsprävention verfügen, um das Korruptionsrisiko zu verringern und die Folgen von Korruption zu vermeiden.

Unsere Positionen

  • Unternehmen und NGOs müssen wirksame Massnahmen treffen, um Korruption zu vermeiden.
  • Dafür müssen sie in einem ersten Schritt die bestehenden Korruptionsrisiken eruieren. Diese variieren von Unternehmen zu Unternehmen.
  • Gestützt auf die Risikoanalyse müssen sie in einem zweiten Schritt risikogerechte Massnahmen zur Verhinderung von Korruption treffen. Je grösser ein konkretes Korruptionsrisiko ist, umso eingehender müssen diese Massnahmen sein.
  • In einem dritten Schritt müssen die getroffenen Massnahmen implementiert, sprich tatsächlich gelebt werden.
  • Obwohl Unternehmen und NGOs aufgrund der mittlerweile weitgehenden Strafbestimmungen nicht mehr umhinkommen, Korruption zu bekämpfen, bleibt die Korruptionsprävention und -bekämpfung in der Privatwirtschaft eine Herausforderung: Grosse Unternehmen müssen dafür sorgen, dass die Compliance-Bestimmungen im ganzen Unternehmen bis hin zu Tochtergesellschaften, Agenten und Geschäftspartnern zur Anwendung kommen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sind sich leider noch immer zu weiten Teilen der Korruptionsrisiken zu wenig bewusst und kennen auch die entsprechenden Strafbestimmungen nicht.

Unsere Aktivitäten

Transparency Schweiz pflegt einen kooperativen Ansatz der Korruptionsprävention und -bekämpfung und arbeitet deshalb eng mit Unternehmen und NGOs zusammen. Transparency Schweiz erarbeitet zuhanden von ihnen Berichte und Arbeitsinstrumente zur Korruptionsprävention und -bekämpfung. Ferner führt Transparency Schweiz Sensibilisierungsveranstaltungen zu Compliance-relevanten Themen durch. Weiter bietet Transparency Schweiz interessierten Unternehmen und NGOs die Möglichkeit, Partner zu werden und in diesem Rahmen von zusätzlichen Dienstleistungen zu profitieren. Schliesslich nimmt Transparency Schweiz zu aktuellen Entwicklungen und Vorkommnissen öffentlich Stellung.

Korruptionsindizes

Publikationen

Partner werden

Transparency Schweiz bietet den Unternehmen, NGOs und Verwaltungseinheiten der öffentlichen Hand, die sich gegen Korruption engagieren wollen, die Möglichkeit einer Partnerschaft an, um gemeinsam diese Korruptionsrisiken zu reduzieren. Mit einer solchen Partnerschaft kann ein Unternehmen, eine NGO oder eine öffentliche Verwaltungseinheit sein/ihr hohes Engagement in der Korruptionsbekämpfung bekräftigen und von unseren Dienstleistungen profitieren. Zu diesen Dienstleistungen zählen regelmässige Treffen, an denen wir eine Weiterbildung offerieren und einen informellen Erfahrungsaustausch pflegen. Ferner können wir den Partnerunternehmen unser weltweites Netzwerk in über 100 Ländern zugänglich machen.

Erhalten Sie weitere Informationen zu den Vorteilen einer Partnerschaft, den Erwartungen, die mit einer solchen Partnerschaft verknüpft sind, zum Aufnahmeverfahren und dem jeweils fälligen Jahresbeitrag sowie zu unseren Partnern.

Bitte nehmen Sie bei Interesse an einer Partnerschaft Kontakt mit uns auf.

Vortragsservice

Wir referieren zum Thema Korruptionsprävention und -bekämpfung in der Privatwirtschaft.

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Practitioners‘ Circle und NGO Practitioners’ Circle

Mehrmals jährlich treffen sich Compliance-Verantwortliche und Anti-Korruptionspraktiker zum Anti-Corruption Practitioners‘ Circle. Dort wird ihnen neben der Wissensvermittlung die Möglichkeit geboten, im vertraulichen Rahmen über konkrete Probleme und Herausforderungen aus dem beruflichen Alltag zu diskutieren.

Der NGO Practitioners’ Circle ist das Pendant zum Practitioners‘ Circle und richtet sich an Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Transparency Schweiz bietet Compliance-Verantwortlichen und Anti-Korruptionspraktikern dieser Organisationen eine Wissensvermittlung und die Möglichkeit für einen informellen Erfahrungsaustausch.

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Medienspiegel