Wahlkampffinanzierung: Ja zu Transparenz, aber kaum jemand legt sein Budget offen

SRF, 19.9.2019 – Die Kandidierenden für den Nationalrat wollen mehr Transparenz bei der Finanzierung des Wahlkampfs – geben jedoch selbst kaum Auskunft über ihre Budgets. Keine überraschende Erkenntnis für Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz, der dafür zwei mögliche Erklärungen in Betracht sieht: «Entweder handelt es sich tatsächlich bloss um Lippenbekenntnisse oder die betreffenden Kandidierenden erwarten die Offenlegung durch alle.» Umso wichtiger wäre deshalb eine verbindliche Regulierung für alle, wie sie die Transparenz-Initiative vorsieht, sagt Hilti.

Le GRECO boucle la procédure de non-conformité de la Suisse

Swissinfo, 17.9.2019 – Dans son sixième rapport de conformité, le Groupe d’États contre la corruption (GRECO) a constaté des avancées en matière de transparence du financement des partis en Suisse. Le contre-projet indirect du Parlement, en consultation jusqu’à fin août, lui paraît suffire à donner suite à ses recommandations – Le Greco clôt ainsi la procédure de non-conformité contre Berne. Cependant, Transparency International Suisse n’est pas aussi positif. L’organisation estime qu’il est grand temps que les Suisses puissent bientôt se prononcer sur l’initiative pour plus de transparence dans le financement de la vie politique. Si ce n’est pas le cas, la Suisse continuera d’être le seul pays d’Europe sans règles de transparence contraignantes dans le domaine du financement politique.  

Transparenz in der Politikfinanzierung auf kantonaler Ebene

Freiburger Nachrichten, 12.9.2019 – Im Kanton Freiburg ist der Vorentwurf des Gesetzes über die Politikfinanzierung nun bis zum 4. Dezember 2019 in der Vernehmlassung. Dieser Vorentwurf soll den neuen Verfassungsartikel umsetzen, den die freiburgische Bevölkerung im März 2018 mit der Initiative „Transparenz bei der Finanzierung der Politik“ angenommen hat. Während der Entwurf die wesentlichen Elemente der Verfassungsbestimmung umsetze, könnte er möglichen Umgehungsgefahren noch besser Rechnung tragen, sagt Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz und präzisiert: Insbesondere sei sicherzustellen, dass bei juristischen Personen und «anderen Rechtskonstrukten» der tatsächliche wirtschaftliche Geldgeber identifiziert werde. Transparenz sei ein zentrales Instrument gegen Korruption, wirke vertrauensfördernd und sei damit ein unabdingbarer und fester Bestandteil einer modernen Demokratie – Umso stossender sei es, dass auf Bundesebene noch keine Lösung gefunden worden sei.

Politfinanzierung in der Schweiz: Die Koalition des Geldes

WOZ, 12.9.2019 – Kaum eine Demokratie ist so käuflich wie die Schweiz, in kaum einer anderen europäischen Demokratie ist der Einfluss des Geldes so unreguliert wie hierzulande. Die Schweiz habe bei der Regulierung des Lobbyings im Vergleich zu anderen Ländern grossen Nachholbedarf, sagt der Geschäftsführer von Transparency International Schweiz, Martin Hilti. «Bei der Parteienfinanzierung ist sie mittlerweile in ganz Europa das einzige Land ohne nationale Regulierung». Die vielen, intransparenten Wege des Geldes in der Schweizer Politik, die auch von der Staatengruppe gegen Korruption (Greco) kritisiert werden, zeichnet die Wochenzeitung hier nach- und vergibt auch einen Lobby-Award.

Schweizer Parlamentarier erhalten 6,5 Millionen von Banken und Versicherungen

Blick, 10.9.2019 – Mit lukrativen Mandaten bei Banken, Versicherungen und Krankenkassen nehmen National- und Ständeräte jedes Jahr insgesamt 6,5 Millionen Franken ein. Am besten verdienen Politiker der FDP und der SVP. Lobbying ist in der Schweiz nach wie vor intransparent und unreguliert – so müssen Parlamentarier zwar ihre Interessenbindungen offenlegen, nicht aber, wieviel sie mit ihren Nebenjobs verdienen.  Dadurch besteht die Gefahr, dass die Volksvertreter zu Firmenvertretern werden, warnt Martin Hilti, Geschäftsführer der Nichtregierungsorganisation Transparency International Schweiz, und erläutert: «Geld führt zu Abhängigkeiten. Je höher die Vergütung für ein Mandat ist, desto grösser ist in der Regel auch die Abhängigkeit».

Zutrittsregeln für Lobbyisten im Bundeshaus: „Tropfen auf dem heissen Stein“

SRF 4 News aktuell, 10.9.2019 – Mit einem deutlichen Entscheid hat der Ständerat für klarere Regeln für Bundeshaus-Lobbyisten gestimmt. Im Interview hält Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz, fest, dass der Gesetzesentwurf zwar ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sei – letztlich brauche es aber noch viel mehr. Insbesondere müsse das System des „Göttibadges“ abgeschafft und mit einem Akkreditierungssystem nach objektiven Kriterien ersetzt werden. Auch brauche es eine Aufsicht, welche die Einhaltung der Regeln prüft und im Verletzungsfall Sanktionen aussprechen kann.

Le Parlement est-il trop laxiste avec les lobbys?

RTS Forum, 9.9.2019 – Le Conseil des État vient de confirmer sa volonté d’établir un registre des lobbyistes au Parlement Suisse. Dans une interview avec la RTS, Martin Hilti, directeur de Transparency International Suisse, explique pourquoi la création d’un tel registre ne serait qu’un tout petit premier pas dans la bonne direction. Il souligne que le lobbying, en soit légitime dans une démocratie, peut devenir problématique dans l’absence de transparence et de réglementation et énumère les trois éléments incontournables pour un lobbying démocratiquement légitime.  

„Ce n’est pas suffisant“

RTS Info, 3.9.2019 – Un sondage de SRF Data montre qu’une grande partie des parties politiques communiquent leur budget électoral. Selon Martin Hilti, directeur de Transparency International Suisse, c’est en effet un pas dans la bonne direction, mais pas encore suffisante. Non seulement ne connaît-on toujours pas le budget de tous les partis, mais de plus, les informations budgetaires ne sont pas suffisantes : Il faut également avoir les informations sur les grands donateurs et combien ils investissent. Par ailleurs, ceci n’est pas limité aux élections, mais aussi valable pour les votations et le financement des partis politiques en générale.

«Wir kommen nicht um eine Regelung herum»

SRF News, 3.9.2019 – Gemäss einer Umfrage von SRF Data sind die Schweizer Parteien bei der Wahlkampffinanzierung transparenter geworden. Für Martin Hilti, Geschäftsleiter Transparency International Schweiz, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings reiche es bei weitem noch nicht aus. Einerseits würden weiterhin nicht alle Parteien ihre Wahlkampfbudgets offenlegen. Andererseits genüge es nicht, nur im Wahlkampf ein grobes Budget zu veröffentlichen.

Transparence : au niveau fédéral c’est encore très nébuleux

RTS Téléjournal 19:30, 1.9.2019 – Alors que la transparence gagne du terrain au niveau cantonal, la situation reste très nébuleuse au niveau fédéral. C’est pourquoi l’initiative sur la transparence exige que les partis ou comités au niveau fédéral rendent public leur financement. Éric Martin, président de Transparency International Suisse, critique l’opacité dans le financement de la vie politique en Suisse et analyse : « Il y a une méfiance à l’égard des élus. Pour corriger cette situation, il faut améliorer la transparence dans le financement politique ».