Wenn Spitzenbeamte die Seiten wechseln

St. Galler Tagblatt 15.01.2019 Andreas Balsiger, der bis vor ein paar Wochen noch bei Swissmedic Pharmafirmen beaufsichtigte und über die Zulassung von Medikamenten wachte, berät jetzt Pharmafirmen im Umgang mit genau solchen Themen. „Der Fall birgt das Risiko von Interessenskonflikten“, kritisiert Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz. „Problematisch sind Seitenwechsel dann, wenn ein direkter Zusammenhang zwischen der bisherigen Tätigkeit im Amt und derjenigen beim neuen Arbeitgeber besteht und dadurch öffentliche Interessen beeinträchtigt werden können,“ so Hilti. Dieser Fall zeige zudem beispielhaft, wie wichtig eine generelle und nicht dispositive Karenzfrist für obere Verwaltungskader wäre.  

Parlamentarier-Reisen: Transparenz ist gut, Regeln sind besser

Aargauer Zeitung 13.01.2019 Die Öffentlichkeit soll erfahren, welche Parlamentarier sich von einer Lobby oder einem ausländischen Staat einladen lassen, dafür wurde nun eine Parlamentarische Initiative eingereicht. Für Transparency International Schweiz ist dies zwar ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, der aber bei weitem nicht ausreicht. Es brauche klare und verbindliche Regeln für Parlamentarier, denn „die Grenze zu einer ungebührlichen Beeinflussung oder gar strafrechtlich relevanten Vorteilsnahme ist schnell erreicht,“ so Alex Biscaro, stellvertretender Geschäftsführer von Transparency International Schweiz.

Swiss plans for whistleblowers fall short

Financial Times 08.01.2019 Swiss government plans to update laws on whistleblowers will fail to provide sufficient protection for employees who reveal corporate wrongdoing. Swiss lawmakers seem to have not yet understood the importance of an adequate whistleblower protection for employees, but also the value added for Swiss companies and Switzerland as a business location, said Martin Hilti, executive director of Transparency International Switzerland.

Ist Korruption in grossen Sportverbänden unvermeidlich?

Tages Anzeiger 22.12.2018 Schwarze Schafe wird es immer geben. Nach Einschätzung von Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz, ist es aufgrund der Vorbildwirkung von Organisationen wie dem IOK und der FIFA jedoch besonders wichtig, konsequent gegen Korruption vorzugehen. Weil die Selbstregulierung versagt hat, ist als Sitzstaat nun der Schweizer Gesetzgeber gefragt. Diesbezüglich nennt Hilti drei dringend nötige Massnahmen.

Schlupflöcher in Schwyz

Luzerner Zeitung 16.12.2018 Ein Fall aus Einsiedeln SZ zeigt exemplarisch die Wichtigkeit von mehr Transparenz in der Politikfinanzierung. Die kantonale Transparenz-Initiative wurde vom Stimmvolk zwar angenommen, doch der Gesetzesentwurf der Regierung ist unbefriedigend. Alex Biscaro von Transparency International Schweiz bezeichnet mehrere Punkte als «problematische Schlupflöcher.»

Accès refusé à Transparency International

20 Minutes 13.12.2018 La presse pourra lire la décision de non-entrée en matière du Ministère public vaudois en lien avec les voyages de Géraldine Savary et Pascal Broulis en Russie. Souhaitant également accéder au dossier, l’association Transparency International Suisse n’a pas été entendue. Directeur de Transparency International Suisse, Martin Hilti s’est dit «très surpris» de la décision du Ministère public vaudois. «Comme les personnes concernées par ce voyage en Russie sont des personnalités publiques, notre association devrait avoir accès à cette ordonnance».

Informelle Treffen der Strafverfolgungsbehörden sind heikel

SRF Tagesschau 21.11.2018 Die «informellen Treffen» der Bundesanwaltschaft im Rahmen laufender Verfahren sorgen für Kritik. Für Transparency International Schweiz ist wichtig, dass solche Besprechungen offiziell durchgeführt werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sowohl die Glaubwürdigkeit der Strafverfolgungsbehörden als auch das Vertrauen in den Rechtsstaat leiden, sagt Martin Hilti, Geschäftsführer von TI Schweiz.

Die Rechtmässigkeit von Spesenexzessen ist fraglich

SonntagsBlick 18.11.2018 Angestellte der Bundesverwaltung generieren 121 Millionen Franken Spesen pro Jahr, wobei das VBS als grösstes Departement über einen Drittel der Spesenlast verantwortet. Die Erfüllung gewisser öffentlicher Aufgaben erfordert zwar eine erhöhte Reisetätigkeit, z.B. wenn es um internationale Konferenzen oder Verhandlungen geht. Darunter dürfte aber der Transport von Privatpersonen mit Armeehelikoptern zu rein vergnüglichen Veranstaltungen nicht zählen. Es ist „höchst fraglich, ob bei den Spesenexzessen im VBS nicht gegen gesetzliche Bestimmungen verstossen wurde“, so Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz.

«Zu oft wird verdeckt lobbyiert»

Basler Zeitung / Tages Anzeiger 16.11.2018 Die Agentur Furrerhugi habe bei hochrangigen Medienvertretern für CVP-Bundesratskandidatin Viola Amherd lobbyiert, ohne dies offenzulegen. Nun kommt es zu einem Verfahren bei der Aufsichtsinstanz des Lobbyistenverbands Spag. Alex Biscaro von Transparency International überraschen die Vorwürfe nicht. In der Branche komme es leider immer noch viel zu oft vor, dass verdeckt und ohne klare Offenlegung lobbyiert werde.