Whistleblowing (Dossier)

Whistleblower spielen in der Aufdeckung von Wirtschaftsdelikten eine wichtige Rolle. In der Regel handelt es sich bei Whistleblowern um kompetente, pflichtbewusste und ihrem Unternehmen gegenüber loyale Mitarbeiter. Wenn sie Zeuge davon werden, dass ethische Werte, welche Personen, Güter oder die Gesellschaft schädigen, verletzt werden, wenden sie den Blick nicht einfach ab, sondern schreiten zur Tat. Dieses Handeln kann dazu führen, dass Regelverstösse beendet und grosse Summen eingespart werden oder dass Reputationsschäden verhindert werden können, sei das nun in der öffentlichen Verwaltung, in Unternehmen oder in anderen Organisationen. Zur Publikation Weitere Publikationen

Potentatengelder (Dossier)

Korruption ist eine Plage, welche die bereits benachteiligten Länder noch ärmer macht: Sie untergräbt das Vertrauen innerhalb der Gesellschaft. Sie lässt die Bevölkerung immer ärmer werden, indem sie jede alltägliche Handlung willkürlich teurer werden lässt. Und sie verhindert, dass Infrastruktur wie Schulen, Spitäler oder Strassen verbessert werden. Der Ertrag korrupter Handlungen politisch exponierter Personen meist durch Strohmänner oder als Briefkastenfirmen getarnt fliesst in die Hände der Finanzinstitute. Die Schweiz hat eine der fortschrittlichsten Gesetzgebungen betreffend die Sperrung, Einziehung und Rückerstattung von Potentatengeldern. Dies beeinflusst den Ruf ebenso wie den Handlungsspielraum, über den die Schweiz auf dem internationalen Parkett verfügt. Die hiesigen Finanzinstitute erklären, dass sie keinerlei Interesse an Geldern unklarer Herkunft haben. Ihr Bewusstsein für die Risiken und Gefahren steigt. Fest steht, dass es in der Schweiz oder im Ausland erhebliche Investitionen braucht, um die Pflicht der „due diligence“ zu erfüllen und die Herkunft der Gelder ebenso wie die gesamten Zusammenhänge der Geschäfte zu verstehen. Gewisse Institute wie die HSBC oder die Credit Suisse bieten in gewissen Ländern ihre Dienstleistungen bereits nicht mehr an. Sie sind der Meinung, nicht gewährleisten zu können, dass sie die Risiken in all diesen Ländern vollständig erfassen und steuern können. Der Finanzplatz Schweiz rückt beim...

Sport (Dossier)

Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports hat in den vergangenen Jahren durch steigende Professionalisierung und Kommerzialisierung erheblich zugenommen und eine globale Reichweite erlangt. Wo viel Geld im Spiel ist, wächst das Risiko für korrupte und betrügerische Machenschaften, welche die grundlegenden Werte des Sports – Fairness und Respekt – untergraben können. Zur Publikation Weitere Publikationen

Transparentes öffentliches Beschaffungswesen (Positionspapier)

Wirksame Massnahmen für die öffentliche Verwaltung Die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen durch die öffentliche Hand ist von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung für die Schweiz. Gleichzeitig ist die gesetzliche Regelung kompliziert. Da die staatlichen Aufträge von Steuergeldern finanziert werden, unterliegen sie klaren Regeln. Diese sollen sicherstellen, dass die öffentlichen Gelder effizient verwendet werden und verhindern, dass das Vertrauen in den Staat durch eine als korrupt angesehene Verwaltung unterminiert wird. Grundsätzliches Ziel der Beschaffungsregeln ist also der optimale Einsatz der Mittel. Das Beschaffungswesen bietet durch verschiedene Merkmale einen Nährboden für Korruption und „Vetterliwirtschaft“: hohe Auftragsbeträge, Ermessensspielraum weniger Personen und technische Spezifikationen, die oft allerlei Manipulationen erlauben. Um die Risiken zu verringern, setzt sich Transparency International Schweiz dafür ein, innerhalb der Verwaltung Massnahmen zu entwickeln, um Korruption zu erkennen, vorzubeugen und zu bekämpfen. Diese enthalten sowohl gesetzgeberische und organisatorische, als auch präventive und sensibilisierende Elemente. Die empfohlenen Massnahmen reichen vom Bekenntnis zur Korruptionsbekämpfung über organisatorische Instrumente zugunsten transparenter Abläufe bis hin zu wirksamen Kontroll- und Sanktionsmechanismen. Zur Publikation Weitere Publikationen

Guidelines for Good Governance in Grassroots Sport

Governance is high on the agenda in all sectors – public, private and voluntary. It is of crucial importance for the grassroots sport sector to drive towards better governance. Good Governance in grassroots sport is a prerequisite for organisational legitimacy, autonomy and ultimately survival. Indeed if grassroots sport, with its most significant financial contributions stemming from individual members and public authorities, does not govern in an appropriate and legitimate way, it will not only lose reputation-wise, but also in terms of its continued support when it comes to membership and public financial support. Zur Publikation Weitere Publikationen

National Integrity System Bericht Schweiz

Der National Integrity System (NIS) Bericht der Schweiz ist eine Analyse von zwölf Bereichen, die auf nationaler Ebene in der Korruptionsprävention und -bekämpfung eine entscheidende Rolle spielen. Insgesamt wird der Schweiz ein gutes bis sehr gutes Zeugnis ausgestellt. Was versteht TI unter einem nationalen Integritätssystem (NIS)? Zu einem NIS gehören sämtliche nationalen Schlüsselinstitutionen, -gesetze und -prozesse, die zu Integrität, Transparenz und Verantwortlichkeit in der Gesellschaft beitragen. Gut funktionierende nationale Integritätssysteme bieten effektive Sicherheitsmechanismen gegen Korruption und sind Teil der Bekämpfung von Machtmissbrauch, gesetzwidrigem Verhalten und Veruntreuung in all ihren Formen. In der Schweiz sind die meisten untersuchten Institutionen personell und finanziell gut ausgestattet und weder die staatlichen noch die nicht-staatlichen Akteure werden in unzulässiger Weise in ihrer Unabhängigkeit eingeschränkt. Dennoch zeigen sich auch Bereiche, die klar verbessert werden könnten. TI Schweiz macht in ihrem Bericht Vorschläge, wie das Schweizerische Integritätssystem verbessert werden könnte. Zur Publikation Zur Zusammenfassung Weitere Publikationen  

Leitfaden für Unternehmen

Interne Meldestellen für Hinweisgeber Mitarbeitende, die in einem Unternehmen auf illegales oder unethisches Verhalten (u.a. auch Wirtschaftsdelikte und Korruption), Missstände oder Gefahren für Mensch und Umwelt hinweisen, nennt man „Whistleblower“ oder „Hinweisgeber“. Grundsätzlich kann man zwischen internem und externem Whistleblowing unterscheiden. Internes Whistleblowing erfolgt innerhalb der Unternehmensstrukturen. Organisatorisch kann die Anlaufstelle unternehmensintern oder bei einer Ombudsperson oder einem Rechtsanwalt angesiedelt sein. Melden die Angestellten ihre Beobachtungen an die zuständigen Behörden oder informieren sie die Medien und die Öffentlichkeit, spricht man von externem Whistleblowing. Zur Publikation Weitere Publikationen

Transparency in Corporate Reporting

Countries around the globe are struggling to rebuild economies devastated by the financial crisis. Yet many of the world’s largest publicly traded companies still do not demonstrate that they have put enough transparency measures in place to help prevent another economic meltdown. These companies continue to publish too little information about their commitments to comprehensive anti-corruption systems and their sprawling operations. They also report insufficiently on their corporate structures, preventing clarity about their true impact in countries around the world. As a result, the world’s largest companies may contribute to an environment in which corruption can thrive. This study analyses the transparency of corporate reporting on a range of anticorruption measures among the 105 largest publicly listed multinational companies.1 Together these companies are worth more than US$11 trillion and touch the lives of people in more than 200 countries across the globe, wielding enormous and far reaching power. Their influence goes beyond investors, stock markets, suppliers and customers – it extends to those they employ and to the standards they set for working conditions and behaviour around the world. This powerful economic force can be a source of innovation, competition and prosperity, but when misused the result can be economic...

POLITIKFINANZIERUNG IN DER SCHWEIZ (Dossier)

Die Politikfinanzierung ist in der Schweiz im Gegensatz zu den anderen westlichen Demokratien gänzlich ungeregelt. Die fehlende Transparenz schadet der Demokratie, dem Vertrauen der Bürger und Bürgerinnen in die Politik und dem Ansehen der Schweiz im Ausland. Ein essentieller Bestandteil der Demokratie in der Schweiz bilden die regelmässig abgehaltenen Volksabstimmungen, in denen das Volk direkt seinen Willen zu einer Sachvorlage äussert, sowie die Parlamentarier, die durch ihre Wahl den Auftrag erhalten, ihre Wähler zu repräsentieren. Den Parteien kommt dabei die Funktion als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und dem Staat zu. Dieses System der halbdirekten Demokratie geniesst breite Akzeptanz in der Bevölkerung und verschafft der Schweiz auch auf internationaler Ebene Respekt und Bewunderung. Es hat jedoch auch seine Kosten. Der Meinungsbildungsprozess soll die gesamte Bevölkerung umfassen und erfordert einen entsprechenden Mitteleinsatz. So wurden für die Kampagnen zu den 39 Volksabstimmungen zwischen 2005 und 2011 durchschnittlich 2.9 Millionen Franken ausgegeben, mit beträchtlichen Schwankungen je nach Thema der Abstimmung. Ähnlich sehen die Ausgaben für Wahlwerbung aus, die auf nationaler Ebene im Jahr 2011 mit insgesamt 42 Millionen Franken zu Buche schlug. Im Vergleich zu den Wahlen von 2007 ist das ein Anstieg von 18 Prozent. Dieser Trend hin zu immer höheren Ausgaben ist...

Geschenke und Vorteile: Was ist erlaubt? (Dossier)

Der 9. Dezember ist der Internationale Anti-Korruptionstag der UNO und fällt in die Weihnachtszeit – eine Zeit des Schenkens. Die Frage von Geschenken in der Berufswelt ist allerdings heikel. Ungebührliche Vorteile und Korruption untergraben das Vertrauen fundamental, während die Geschenke eine Beziehung pflegen. Zur Publikation Weitere Publikationen