Whistleblower: In der EU besser geschützt

Radio SRF –  Die Europäische Union baut den Schutz von Hinweisgebern massiv aus. Die Schweiz  hingegen tut sich seit Jahren schwer; nun berät das Parlament über eine Gesetzesrevision. Für Alex Biscaro von Transparency International Schweiz ist hierzulande der Schutz von Whistleblowern völlig ungenügend, und auch der neue Gesetzesvorschlag muss noch erheblich verbessert werden.

Swiss plans for whistleblowers fall short

Financial Times 08.01.2019 Swiss government plans to update laws on whistleblowers will fail to provide sufficient protection for employees who reveal corporate wrongdoing. Swiss lawmakers seem to have not yet understood the importance of an adequate whistleblower protection for employees, but also the value added for Swiss companies and Switzerland as a business location, said Martin Hilti, executive director of Transparency International Switzerland.

Ist Korruption in grossen Sportverbänden unvermeidlich?

Tages Anzeiger 22.12.2018 Schwarze Schafe wird es immer geben. Nach Einschätzung von Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz, ist es aufgrund der Vorbildwirkung von Organisationen wie dem IOK und der FIFA jedoch besonders wichtig, konsequent gegen Korruption vorzugehen. Weil die Selbstregulierung versagt hat, ist als Sitzstaat nun der Schweizer Gesetzgeber gefragt. Diesbezüglich nennt Hilti drei dringend nötige Massnahmen.

Bundesanwaltschaft schützt Whistleblower

Sonntagszeitung.ch/epaper 23.09.2018 Der Vorschlag des Bundesrates zum neuen Whistleblower-Schutz hat laut Transparency International Schweiz grosse Mängel. Neben dem ungenügenden Kündigungsschutz kritisiert die Anti-Korruptions-Organisation, die Hürden für direkte Meldungen an die Behörden seien viel zu hoch. «Damit werden die wichtigsten Fälle abgewürgt», sagt Martin Hilti, Geschäftsführer von TI Schweiz.

Die Hürden für Whistleblower bleiben hoch

NZZ 22.09.2018 Der Bundesrat schlägt gesetzliche Regeln für das Melden von Missständen am Arbeitsplatz vor. Doch die Hürden für einen Gang an die Öffentlichkeit bleiben nach wie vor hoch. Transparency International Schweiz zeigt sich unzufrieden mit dem Vorschlag des Bundesrates. Vor allem die Meldungen an Behörden und Öffentlichkeit sind zu restriktiv. «Die Vorgaben an die Wirksamkeit der Meldestellen sind viel zu tief angesetzt. […] Um eine Meldung an die Öffentlichkeit zu verhindern, genügt es bereits, wenn die zuständige Behörde dem Whistleblower mitteilt, dass sie den Fall anschaue, auch wenn am Ende nichts passiert.», sagt Martin Hilti, Geschäftsführer von TI Schweiz.

Le Conseil fédéral veut protéger les lanceurs d’alerte

Le Temps 21.09.2018 Le Conseil fédéral propose d’ancrer dans la loi une protection des lanceurs d’alerte. Les mesures que le gouvernement propose ont pour l’objectif de préciser le cadre légal des lanceurs d’alerte et de conserver leur anonymat. Ces objectifs ne sont que partiellement atteints. Transparency International Suisse estime que la proposition du Conseil fédéral n’assure pas une protection adéquate des lanceurs d’alerte. «Pour nous, une protection ne passe que par des garanties conte le licenciement abusif et des possibilités étendues de s’exprimer.», déclare Martin Hilti, directeur de TI Suisse.

Lanceurs d’alerte: nouvelle copie de Berne

20 Minutes 21.09.2018 Les lanceurs d’alerte qui signalent des irrégularités sur leur lieu de travail doivent être mieux protégées. A cette occasion, le Conseil fédéral livre sa nouvelle mouture sur les conditions auxquelles les alertes seront jugées licites ou non. TI Suisse salue le fait que les lanceurs d’alerte seront plus au clair juridiquement sur les risques qu’ils prennent et que le projet prévoit qu’ils puissent rester anonymes. Tout de même TI Suisse souligne que le gouvernement n’a pas amélioré la protection contre leur licenciement. En outre, les exigences en matière de déclaration aux autorités compétentes et au public restent trop restrictives.

Die nicht ganz weisse Weste der Schweiz

Doppelpunkt Nr. 29/2018 Korruptionsfälle treten in der Schweiz in unterschiedlichen Formen auf: Der Postautoskandal, die Preisabsprachen im Unterengadin sowie verdeckte Waffengeschäfte der Ruag, sind nur einige Beispiele aus dem Jahr 2018. Meistens sind es Whistleblower, welche Korruptionsskandale ans Licht bringen. Trotzdem bleibt der Umgang mit Whistleblowern in der Schweiz widersprüchlich und es gibt nach wie vor keinen genügenden rechtlichen Schutz. «Für einen guten Schutz von Whistleblowern ist zentral, dass taugliche Meldeverfahren eingerichtet werden, in deren Zentrum eine Meldestelle steht, die möglichst unabhängig ist und über die nötigen Ressourcen und Kompetenzen verfügt, um Hinweisen nachgehen zu können», sagt Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz.

Schweizer Multis setzen zunehmend auf Whistleblower

SRF Eco 11.06.2018  Sind Whistleblower Helden oder Verräter? Eine Umfrage von SRF Eco bei Schweizer Firmen zeigt, dass viele Unternehmen bereits interne Meldesysteme einsetzen und daraus einen klaren Nutzen ziehen. Transparency International Schweiz sieht sich darin bestätigt, dass Whistleblower enorm wichtig sind, um Missstände aufzudecken – für die Firmen aber auch für die Gesellschaft, etwa wenn durch Absprachen Steuergelder verschleudert würden. Umso unverständlicher ist es für Transparency-Geschäftsführer Martin Hilti, dass Whistleblower in der Schweiz nach wie vor ungenügend geschützt sind.