Ein wenig Licht ins Dunkel der parlamentarischen Gruppen

SRF News, 19.11.2019 – Nach dem neuen Transparenzleitfaden des Bundes müssen parlamentarische Gruppen ihre Mitglieder nun offenlegen. Für die Organisation Transparency International Schweiz sind die neuen Regeln zwar ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, gehen aber zu wenig weit. Für den Geschäftsführer Martin Hilti fehlen auch weiterhin wichtige Angaben zu diesen parlamentarischen Gruppen, insbesondere zu den Finanzierungsquellen und zum Budget. Zudem sei der neue Verhaltenskodex für Parlamentsmitglieder grundsätzlich nicht verbindlich genug, kritisiert Hilti. So fehlten etwa Sanktionen. Falls eine der parlamentarischen Gruppen ihre Mitglieder nicht vollständig offenlege, habe das keine Folgen.

Das Gesundheitswesen als Blackbox der Nation

Medienwoche, 7.11.2019 – Im Interview mit der «Medienwoche» äusserst sich Gesundheitsökonom und TI Schweiz-Beirat Heinz Locher dezidiert zu den politischen Prozessen und dem Lobbying im Gesundheitswesen. Für ihn ist dieses die «Blackbox der Nation». Entsprechend wichtig ist, dass das Lobbying in Bundesbern viel transparenter und der «legislatorische Fussabdruck» offengelegt wird – so wie das nun auch eine parlamentarische Initiative verlangt.

Des lobbyistes moins bienvenus à Berne?

Agefi, 30.9.2019 – Une initiative réglant davantage l’accès aux groupes de pression au Parlement a été acceptée par les sénateurs. Toutefois, pour le directeur de Transparency International Suisse Martin Hilti,  le projet est loin d’être suffisant: «Il continue de s’accrocher au système de badges de parrainage, totalement arbitraire et non transparent. Nous avons besoin d’une accréditation basée sur des critères objectifs, garantissant un accès équitable au Parlement.»

Wahlkampffinanzierung: Ja zu Transparenz, aber kaum jemand legt sein Budget offen

SRF, 19.9.2019 – Die Kandidierenden für den Nationalrat wollen mehr Transparenz bei der Finanzierung des Wahlkampfs – geben jedoch selbst kaum Auskunft über ihre Budgets. Keine überraschende Erkenntnis für Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz, der dafür zwei mögliche Erklärungen in Betracht sieht: «Entweder handelt es sich tatsächlich bloss um Lippenbekenntnisse oder die betreffenden Kandidierenden erwarten die Offenlegung durch alle.» Umso wichtiger wäre deshalb eine verbindliche Regulierung für alle, wie sie die Transparenz-Initiative vorsieht, sagt Hilti.

Le GRECO boucle la procédure de non-conformité de la Suisse

Swissinfo, 17.9.2019 – Dans son sixième rapport de conformité, le Groupe d’États contre la corruption (GRECO) a constaté des avancées en matière de transparence du financement des partis en Suisse. Le contre-projet indirect du Parlement, en consultation jusqu’à fin août, lui paraît suffire à donner suite à ses recommandations – Le Greco clôt ainsi la procédure de non-conformité contre Berne. Cependant, Transparency International Suisse n’est pas aussi positif. L’organisation estime qu’il est grand temps que les Suisses puissent bientôt se prononcer sur l’initiative pour plus de transparence dans le financement de la vie politique. Si ce n’est pas le cas, la Suisse continuera d’être le seul pays d’Europe sans règles de transparence contraignantes dans le domaine du financement politique.  

Transparenz in der Politikfinanzierung auf kantonaler Ebene

Freiburger Nachrichten, 12.9.2019 – Im Kanton Freiburg ist der Vorentwurf des Gesetzes über die Politikfinanzierung nun bis zum 4. Dezember 2019 in der Vernehmlassung. Dieser Vorentwurf soll den neuen Verfassungsartikel umsetzen, den die freiburgische Bevölkerung im März 2018 mit der Initiative „Transparenz bei der Finanzierung der Politik“ angenommen hat. Während der Entwurf die wesentlichen Elemente der Verfassungsbestimmung umsetze, könnte er möglichen Umgehungsgefahren noch besser Rechnung tragen, sagt Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz und präzisiert: Insbesondere sei sicherzustellen, dass bei juristischen Personen und «anderen Rechtskonstrukten» der tatsächliche wirtschaftliche Geldgeber identifiziert werde. Transparenz sei ein zentrales Instrument gegen Korruption, wirke vertrauensfördernd und sei damit ein unabdingbarer und fester Bestandteil einer modernen Demokratie – Umso stossender sei es, dass auf Bundesebene noch keine Lösung gefunden worden sei.

Politfinanzierung in der Schweiz: Die Koalition des Geldes

WOZ, 12.9.2019 – Kaum eine Demokratie ist so käuflich wie die Schweiz, in kaum einer anderen europäischen Demokratie ist der Einfluss des Geldes so unreguliert wie hierzulande. Die Schweiz habe bei der Regulierung des Lobbyings im Vergleich zu anderen Ländern grossen Nachholbedarf, sagt der Geschäftsführer von Transparency International Schweiz, Martin Hilti. «Bei der Parteienfinanzierung ist sie mittlerweile in ganz Europa das einzige Land ohne nationale Regulierung». Die vielen, intransparenten Wege des Geldes in der Schweizer Politik, die auch von der Staatengruppe gegen Korruption (Greco) kritisiert werden, zeichnet die Wochenzeitung hier nach- und vergibt auch einen Lobby-Award.

„Ce n’est pas suffisant“

RTS Info, 3.9.2019 – Un sondage de SRF Data montre qu’une grande partie des parties politiques communiquent leur budget électoral. Selon Martin Hilti, directeur de Transparency International Suisse, c’est en effet un pas dans la bonne direction, mais pas encore suffisante. Non seulement ne connaît-on toujours pas le budget de tous les partis, mais de plus, les informations budgetaires ne sont pas suffisantes : Il faut également avoir les informations sur les grands donateurs et combien ils investissent. Par ailleurs, ceci n’est pas limité aux élections, mais aussi valable pour les votations et le financement des partis politiques en générale.

«Wir kommen nicht um eine Regelung herum»

SRF News, 3.9.2019 – Gemäss einer Umfrage von SRF Data sind die Schweizer Parteien bei der Wahlkampffinanzierung transparenter geworden. Für Martin Hilti, Geschäftsleiter Transparency International Schweiz, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings reiche es bei weitem noch nicht aus. Einerseits würden weiterhin nicht alle Parteien ihre Wahlkampfbudgets offenlegen. Andererseits genüge es nicht, nur im Wahlkampf ein grobes Budget zu veröffentlichen.

Transparence : au niveau fédéral c’est encore très nébuleux

RTS Téléjournal 19:30, 1.9.2019 – Alors que la transparence gagne du terrain au niveau cantonal, la situation reste très nébuleuse au niveau fédéral. C’est pourquoi l’initiative sur la transparence exige que les partis ou comités au niveau fédéral rendent public leur financement. Éric Martin, président de Transparency International Suisse, critique l’opacité dans le financement de la vie politique en Suisse et analyse : « Il y a une méfiance à l’égard des élus. Pour corriger cette situation, il faut améliorer la transparence dans le financement politique ».